Let's netz!

Eine VerNetzte Woche

Sehr geehrte Gäste,

Ich, die Zeltplatzkatze vom Altmühlsee, möchte euch hiermit verkünden, was sich diesen Sommer Seltsames in meinem Revier zugetragen hat:

Als nach langer Trockenheit endlich mal der Regen einsetzte, fand sich hier ein nettes Grüppchen mit Leuten aus ganz Bayern zusammen und fing an große weiße Stoffbauten zu errichten. Von diesen wurde schönerweise auch mein Schlafplatz eingeschlossen, wodurch ich jede Nacht kuschelige Gesellschaft hatte. Miauz! Lustig fand ich dabei die kreischenden Mädels, die vor den Mäusen unter ihren Zelten erschraken. Wer hat denn vor Mäusen Angst???

Kurzfellbadetag und Breakdance

Den ganzen Zeltlagerspaß bezeichneten die Jugendlichen als „Lieber grün vernetzen als schwarzsehen“. Dabei redeten sie zum Beispiel über die Herkunftsländer von Pizza-Zutaten, ließen ihre zarten Stimmlein am Lagerfeuer zu Gitarrengeklimper erklingen, hopsten Breakdance und knüpften aus langen Seilen ein riesiges Fadenspiel zwischen einige meiner Kletterbäume. Grrr, gar nicht nett!

Nachdem sie ihr kurzes Fell im See nass gemacht hatten – wer macht so was freiwillig? – legten sie sich oft in einen selbst gebauten Backofen, genannt Schwitzhütte. Außerdem veranstalteten sie einen Kuschelabend für mich, bei dem sie nebenbei einen Film guckten und Zuckerwatte naschten. Schnurr, das war gemütlich!

Eines Tages verließen sie mit Bannern und Trommeln ausgestattet den Platz und kamen erst am Abend völlig erschöpft wieder. Ich ließ mir von einem Vöglein zuzwitschern, dass sie in Nürnberg gegen lange Transportwege von Lebensmitteln und anderen Konsumgütern demonstriert hätten.

Vogelinsel? Eine nahrhafte Gegend.

Am Abend nach dieser Demo genossen sie leckere, regionale Öko-Burger - miau! - und vertrieben mit viel Elan und guter Laune die Regenwolken, so dass am nächsten Tag die Sonne schien. Dank des guten Wetters konnte eine riesige Sandburg gebaut, die Vogelinsel besucht – wäre sicher eine nahrhafte Gegend für mich gewesen –, über die Stromversorgung diskutiert, und der UN-Jugenddelegation der NAJU gelauscht werden.

Später wurden meine empfindlichen Öhrchen jedoch sehr durch laute Musik strapaziert. Die Kampierenden waren aber bester Laune und tanzten – anfangs sogar zu einer richtigen Band – bis in die späte Nacht.

Am nächsten Morgen krochen diese müde aus ihren Stoffbauten, brachen ihr Lager ab und nachdem sie alle verschwunden waren, kehrte endlich wieder Ruhe in meinem Revier ein. Aber die Streicheleinheiten vermisse ich dagegen sehr. Miau!

Tobias, Jule, Lausi, Jakob


Die Anmeldung zum diesjährigen Camp findest du im Veranstaltungsprogramm! Also - nichts wie los!