Regenwaldnacht 2020

Um 17.30 Uhr sind wir, die Bundesfreiwilligen der NAJU, zu unserer ersten Regenwaldnacht nach Nürnberg aufgebrochen.

Zwischen 18 und 19 Uhr trafen nach und nach die Kinder im Kindermuseum Nürnberg ein. Wir bastelten Namensschilder aus Baumscheiben und lernten uns schon ein wenig kennen.

Danach gab es Abendessen. Das Kindermuseum hat uns mit Wraps und einem leckeren Nachtisch versorgt.

Gut gesättigt folgte der Programm-Auftakt: ein knapper, anschaulicher Vortrag von Roland Zeh vom Verein „Lebensraum Regenwald e. V.“. Er schaffte bei den Kindern ein Basiswissen, indem er Fragen klärte wie z. B.: Wo ist der Regenwald auf dem Globus zu verorten? Welche Tiere und Pflanzen gibt es dort? Warum ist der Regenwald so besonders und welchen Gefahren ist er ausgesetzt? Und wie versucht der Verein, dem Regenwald zu helfen?

Im Anschluss wurden 2 Gruppen gebildet: das Team Chamäleon und das Team Agame.

Beide Gruppen beschäftigten sich nacheinander mit folgenden beiden Stationen:

Kakao und Schokolade

Hier lernten die Kinder alles rund um das Thema Kakao: Wie wurde der Kakao früher angebaut? Wo und wie wächst Kakao? Wie sehen ein Kakaobaum und eine -schote aus? Wie schmecken geröstete Kakao-Nips?

Das eindeutige Highlight dieser Station bestand darin, bereits geröstete Kakao-Nips mit großen Steinen zu zermahlen und danach eigene Schokolade daraus herzustellen.

Rund um den Regenwald

Bei dieser Station stand die Vielfalt und Problematik des Regenwalds im Vordergrund. Die Kinder durften verschiedenste Früchte, die im Regenwald wachsen, blind probieren und verschiedene Zuckerarten verkosten. Außerdem gab es Stationen, an denen die Kinder selbstständig Supermarkt-Produkte scannen konnten, um so herauszufinden, ob Palmöl in diesem Produkt drin steckt und wie schädlich es für den Regenwald ist.

Das Highlight an dieser Station waren definitiv die Tiere: Mit einem Regenwaldhaus, zusätzlichen Terrarien und einer Frau, die extra Schlangen mitgebracht hatte, bot das Kindermuseum eine tolle Tier-Vielfalt. Von Agamen, über ein Chamäleon, Riesen-Schnecken und Stabheuschrecken fand man dort allerhand. Besonders schön war es, dass die Kinder die Tiere anfassen und auf die Hand nehmen durften.

Ein weiteres Angebot bei dieser Station war das Basteln eines Biotop-Glases, was auch sehr gut ankam.

Danach kamen die Gruppen wieder zusammen und es folgte für die etwas älteren Kinder wieder ein kurzer Vortrag von Roland Zeh über den Schutz von Orang-Utans. Mit den Kleineren spielten wir solange Greenstories.

Im Anschluss war es Zeit, sich einen gemütlichen Schlafplatz im Museum zu suchen, aufzubauen und sich bettfertig zu machen.

Dann begann die „Filmvorstellung“. Im ersten und zweiten Obergeschoss wurden jeweils unterschiedliche Filme gezeigt. Zur Auswahl standen ein etwas ernsterer Film „Das Geheimnis des blauen Schmetterlings“ und der Disney-Klassiker „Das Dschungelbuch“, der für viel Gelächter und gute Stimmung sorgte.

Nachdem das „Kino“ vorbei war, war Schlafenszeit.

Am nächsten Morgen gab es leckere Brötchen zum Frühstück.

Danach halfen alle zusammen, um die Schlafplätze aufzuräumen. Dann traf sich die ganze Gruppe zum letzten Programmpunkt: der Regenwaldmusik. Hier durften die Kinder Musikinstrumente spielen und machten so ein kleines Konzert.

Zum Abschluss verteilten wir die am Tag zuvor gemachte Schokolade und verabschiedeten uns nach einer wunderschönen Regenwaldnacht.

Unser Fazit: Es war total toll! Alle Programmpunkte haben sehr viel Spaß gemacht und waren gleichzeitig noch lehrreich. Sogar wir Teamer haben noch einiges Neues gelernt. Außerdem ist es eine tolle Erfahrung, ein ganzes Museum mal für sich zu haben, alles in Ruhe ausprobieren zu können und sogar dort zu übernachten. Darüber hinaus hatten wir den Eindruck, dass sich die Kinder schnell sehr gut verstanden haben und manch einer vielleicht sogar den ein oder anderen neuen Freund gefunden hat.

DANKE an das Team des Kindermuseums Nürnberg und die vielen, tollen Teilnehmer!