NAJU-Sommercamp – Wir drehen am Rad

Beim NAJU-Camp treffen sich jährlich dutzende Jugendliche, die sich für Umweltthemen begeistern und eine schöne Zeit mit Menschen auf gleicher Wellenlänge erleben wollen. Die einwöchige Jugendfreizeit besteht aus Camping, Workshops zu verschiedensten kreativen und inhaltlichen Themen, Lagerfeuerabenden, Spielen und sehr gutem Essen. Wir freuen uns sehr auf eure Teilnahme! Hier geht’s zur Anmeldung!

Und damit man dieses Jahr trotz Corona ein „normales“ Camp erleben kann, haben wir uns ein ausgeklügeltes Hygienekonzept überlegt.

Worum geht es?

Entspannt und einigermaßen schnell ans Ziel zu kommen, darauf wollen die wenigsten verzichten. Wer in Innenstädten schon mal über E-Scooter gestolpert ist, weiß, dass heutzutage sowohl nützliche als auch weniger tolle neue Fortbewegungsmittel ausprobiert werden.
Wir gehen das Thema Verkehr von unterschiedlichsten Standpunkten aus an und eine Umstellung des Verkehrs ist nicht nur aus klimapolitischer Sicht, sondern auch aus sozialer Sicht nötig. Wie viel Raum wollen wir dem Verkehr einräumen? Müssen alle Menschen ihr eigenes Auto besitzen? Und wie könnte man Güter effizient und umweltschonend transportieren?

Das Camp wird dieses Jahr trotz der Corona-Pandemie in Präsenz stattfinden! Wir haben dazu ein ausgeklügeltes Hygienekonzept entwickelt, was allen Teilnehmer:innen erlaubt, tolle Zeltlagerstimmung zu genießen, ohne Sicherheit dafür aufzugeben.

Was genau ist geplant?

Sonntag – Ankunftstag in Kleinstgruppen

Nach Testung bei Ankunft (siehe Hygienekonzept) werden alle Teilnehmenden in kleine Gruppen aufgeteilt, in denen einige Spiele gespielt werden. Unter Einhaltung der nötigen Abstände haben wir uns für den ersten Abend ein besonderes, aber sicher lustiges Programm einfallen lassen. Freut euch zum Beispiel auf ein witziges Pubquiz.

Montag – Angekarrt und angerichtet

Am Montag fangen wir mit den ersten Workshops an, je nach Lust und Laune kann man sich für Improtheater, einen Bio-Siegel-Check oder einen Workshop zur Ernährungswende entscheiden.

Außerdem kann sich jeder ein eigenes Camp-Shirt per Siebdruck mit der Camp-Grafik* bedrucken.
*Das Bild, das z. B. auf dem Plakat zu sehen ist.

Dienstag – Abgefahren und dahergelaufen

Für den Dienstag ist ein Planspiel geplant, außerdem gibt es Bastel-Aktionen, bei denen z. B. ein Dynamo-Antrieb oder ein Lastenfahrrad gebaut werden. 

Nachts gibt es dann eine Nachtaktion im Wald, bei der nach einer Fackelwanderung Sternenbilder entdeckt werden können.

Mittwoch – Verschwommen und abgetaucht

Der Mittwoch wird nass und global – ein Workshop findet heraus, ob die ungewollte Evergiven-Blockade im Suez-Kanal gut oder schlecht fürs Klima war, ein anderer was die Blockchain-Technologie (die dank Bitcoin eher als Klima-Problem gesehen wird) in globalen Lieferketten zu tun hat. Zudem gibt es Infos über die weltweite Fischerei.

Zusätzlich sind auch weiterführende Bau-Aktionen geplant; ein Floß, ein Wasserkraftwerk für den Dynamo vom Dienstag und ein Contest, wer das beste Mini-Boot bastelt.

Donnerstag – Aufgestanden und hingeradelt

Am Donnerstag finden wir heraus, was hinter dem Konzept der Unverpacktläden steckt, spielen Polo auf Fahrrädern und schrauben den Dienstag-Dynamo (sofern er nicht am Mittwoch ersäuft wurde) an ein Fitness-Fahrrad, um zu testen, wie viel man strampeln muss, um sich ne Kanne Tee zu kochen – bei Bedarf auch als Rennen: das Zelt, das seinen Tee am schnellsten kocht, gewinnt!

Freitag – Durchgestartet und ausgeflogen

Am letzten Tag wird untersucht, was es mit Modellregionen und Biosphärengebieten auf sich hat.

Danach gibt es einen Mehrkampf zwischen den Zelten, bei denen lebenswichtige Fähigkeiten getestet werden; Demoplakat-Malerei, Raketenwissenschaft, Stelzenlauf-Skills und Kartoffelkanoneningenieurskunst sind ein paar Beispiele.

Eine tolle Zeit zusammen!

Geht das Camp trotz Corona?

Allgemeines zum vorläufigen Hygienekonzept

Wir möchten auf keinen Fall, dass sich auf unserem Zeltlager jemand an Corona anstecken könnte oder sich unsicher fühlt. Deshalb haben wir (das NAJU-Camp-Organisationsteam) uns viele Gedanken darüber gemacht, wie wir ein sicheres Camp veranstalten können, haben mit vielen Leuten gesprochen und viele Ideen diskutiert.

Auf das Ergebnis sind mir mächtig stolz: Wir haben ein sehr ausgeklügeltes Hygienekonzept entwickelt, das es uns möglich macht, im Großen und Ganzen ein ganz „normales“, unbeschwertes Camp veranstalten zu können. 🙂

Wie kann das funktionieren? Das erklären wir dir in den nächsten Absätzen – denn Transparenz und offene Kommunikation steht für uns an erster Stelle.

Vor deiner Anreise

Bitte achte selbst in den Tagen, bevor du zum Camp fährst, darauf, dass du keine risikoreichen Kontaktsituationen hattest. Falls es in deinem Bekanntenkreis in den Tagen vor dem Camp Corona-Fälle gab, nimm das bitte ernst und komme gegebenenfalls lieber nicht. Das hilft, uns alle zu schützen.
Außerdem wäre es super, wenn du vor Abfahrt zu Hause einen Test machen könntest.

Was erwartet dich bei Ankunft am Zeltplatz?

Wie sonst auch ist unser NAJU-Organisationsteam bereits seit einem Tag vor Ort, um alles für eine coole Woche vorzubereiten. Alle Betreuenden waren in der Woche vor dem Camp extra vorsichtig. Außerdem haben sie am Tag vor deiner Ankunft einen PCR-Test direkt am Zeltplatz vor dem Betreten gemacht und mittlerweile ihr negatives Testergebnis erhalten. Sprich: Von allen, die bereits vor Ort sind, sollte kein Risiko ausgehen.

Jetzt bist du an der Reihe:

Wenn du am Zeltplatz ankommst, findest du zwei getrennte Anmeldebereiche: einen für das Jugendcamp und einen für das Kinderzeltlager. Mit Maske und nach gründlichem Händewaschen nimmt eine geschulte Person zwei PCR-Testabstriche von dir und macht einen Schnelltest bei dir. Ist der Schnelltest negativ, darfst du auf den Zeltplatz. (Ist der Schnelltest positiv, machen wir auf jeden Fall gleich noch einen. Falls der auch positiv ist, musst du leider wieder nach Hause. Ist er negativ, müssen wir eine Lösung finden, die für keinen ein Risiko bedeutet.)

Die PCR-Abstriche bringen wir am gleichen Tag noch ins Labor, damit wir bis zum nächsten Tag die Ergebnisse bekommen. (Fußnote: PCR-Tests sind sehr genau und können auch kleine Virenmengen erkennen. Schnelltests sind da deutlich ungenauer und können auch mal fälschlich positiv sein. Deshalb kombinieren wir beide Testverfahren.)

Wie geht’s weiter, bis die PCR-Testergebnisse am nächsten Tag da sind?

Nachdem dein Schnelltest negativ ist, heißen wir dich herzlich willkommen zu unserem Jugendzeltlager und freuen uns auf eine schöne Woche mit dir. Aber zunächst müssen noch zwei wichtige Dinge geklärt werden:

Als erstes teilen wir dich in eine Zelt-Kleingruppe ein (max. 5 Personen). Diese Gruppen werden so zusammengesetzt, dass möglichst wenige neue Kontakte/Haushalte vermischt werden – also wo möglich eine Gruppe mit Geschwistern, Freunden und Personen, mit denen du gemeinsam angereist bist. Denn bis zum Eintreffen der PCR-Testergebnisse müssen wir untereinander noch Abstand halten.

Als nächsten erklären wir die Hygiene- und Abstandsregeln, die bis zum Eintreffen der PCR-Ergebnisse gelten. Dazu gehören zum Beispiel Maske tragen und Abstand halten (außer zur eigenen Kleingruppe). Auch beim Essen, Duschen, Zähneputzen und auf die Toilette gehen müssen wir am ersten Tag besondere Abstandsregeln einhalten.

Dann aber endlich kannst du dich auf einen hoffentlich schönen Camp-Beginn freuen. Zwar gibt es am ersten Abend noch kein gemeinsames Lagerfeuer, aber wir haben viele gute Alternativideen und da mal was vorbereitet … 😉

Bekanntgabe der PCR-Testergebnisse

Im Laufe des Montagvormittags sollten dann unsere PCR-Testergebnisse eintreffen. Bei (hoffentlich durchweg) negativen Testergebnissen fallen alle Corona-spezifischen Maßnahmen innerhalb unseres Jugendzeltlagers weg (denn durch die vielen Tests können wir sehr sicher sein, dass keine:r ansteckend ist). Das heißt, für die restliche Zeit des Camps gibt es weder Masken- noch Abstandspflicht innerhalb des Jugendcamps – und du kannst dich auf eine Corona-unbeschwerte Woche freuen! Einzig zum Kinderzeltlager darfst du keinen Kontakt haben (wie genau wir das sicherstellen, steht im Abschnitt weiter unten). Hygieneregeln wie gründliches Händewaschen und ein paar andere kleine Vorsichtsmaßnahmen bleiben bestehen (siehe nächster Abschnitt). 

Für den Fall, dass du oder eine Person aus deiner Zelt-Kleingruppe ein positives PCR-Testergebnis hat, muss die betroffene Gruppe das Zeltlager verlassen. Wir kontaktieren dann deine Eltern, damit sie dich schnellstmöglich abholen können. (Da die Kleingruppen untereinander bis dahin keinen Kontakt hatten, sind andere Gruppen dadurch nicht betroffen.)

Vorsichtsmaßnahmen während der Campwoche

Damit wir während des Camps schnell reagieren können, messen wir regelmäßig die Temperatur mit einem Infrarot-Thermometer. Außerdem bitten wir dich, darauf zu achten, ob du oder jemand anderes Erkältungssymptome zeigt. Das wäre nicht schlimm, aber wir machen zur Sicherheit gleich einen Antigen-Schnelltest.

Außerdem machen alle Teilnehmenden zweimal in der Woche einen Schnelltest. So kann sich deine Familie sicher sein, dass du nicht irgendwie doch ansteckend nach Hause zurückkehrst.

Trennung von Kinderzeltlager und Jugendcamp

Essenszeiten

Du isst getrennt vom Kinderzeltlager mit den anderen Jugendlichen.

Duschen und Toilette

Wir haben uns auch Gedanken zum Duschen und zur Toilettensituation gemacht: Kinder- und Jugendzeltlager haben getrennte Räumlichkeiten. Durch festgelegte Duschzeiten pro Zelt stellen wir zusätzlich sicher, dass keine Personen aus unterschiedlichen Zeltgruppen des Jugendcamps gemeinsam die Duschräume nutzen. (Keine Sorge, es gibt auch Zeiten, in denen du die Duschräume ganz alleine nutzen kannst.) Selbstverständlich sind Duschen und Toiletten mit viel Seife und Einmalpapierhandtüchern ausgestattet.

Lagerfeuer, Freizeit und Workshops

Natürlich darf an einem Zeltlager kein Lagerfeuer fehlen. Deshalb hat jedes Zeltlager ein eigenes Lagerfeuer und Abendprogramm. Es gibt keine Workshops mit Kinderzeltlager und Jugendcamp, bei denen sich die Teilnehmenden durchmischen.

Kontakt zu Menschen außerhalb des Zeltplatzes

Wir planen alle Aktivitäten der Campwoche so, dass der Zeltplatz möglichst nicht verlassen wird und dass keine Personen von außerhalb zu uns auf den Platz kommen. Falls es Ausnahmen gibt, müssen die extra begründet sein und es muss ein gut durchdachtes, separates Hygienekonzept für diese Aktivität ausgearbeitet worden sein.

Außerdem gibt es einen eigenen Badebereich am angrenzenden See, sodass wir auch hierbei keinen Kontakt zu Menschen außerhalb des Camps haben.

So können wir sicherstellen, dass während der Woche kein Corona eingeschleppt wird.

Das heißt, abgesehen von ein paar wenigen Regeln während der Woche (im Detail siehe oben oder ganz genau im ausführlichen Hygienekonzept) kannst du dich auf ein ganz normales, ausgelassenes Sommercamp freuen, ohne dir wegen Corona Sorgen machen zu müssen.

Wir würden uns riesig freuen, wenn du dabei sein kannst! 🙂

Wir freuen uns sehr auf eure Teilnahme! Hier geht’s zur Anmeldung!