Ökopolis 2011

Flower Power statt grauer Mauer!

Um Freiräume in der Stadt drehte sich in der ersten Sommerferienwoche alles, um grüne Oasen, bunte jugendgerechte Plätze, um städtische Zufluchtsmöglichkeiten für Tiere. Die NAJU widmete diesem Thema ein ganzes Camp. Nahe Bamberg trafen sich 70 Jugendliche ab 14 Jahren eine Woche lang zur Jugendaktion "Ökopolis - Einmal City und zurück".

Das diesjährige Jugendcamp startete mit Hüttenbau und einem Vortrag über Schwalbenkästen und Fledermäusen in der Stadt sowie mit der Vorstellung einer Stadt, die sich autark zu bewirtschaften versuchen wird: Masdar City. In Bamberg gab es die erste Ökosiedlung Deutschlands, die ebenfalls präsentiert wurde. Außerdem fanden antike Stadtkonzepte und Subkulturen-Analyse einen Platz.

Zur Stadtgestaltung wurde Streetart von den Jugendlichen verwirklicht und in einer lebendigen Diskussion wurde debattiert, welche Vor- und vor allem Nachteile Sicherheitsvorkehrungen wie Kameraüberwachungen in Städten mit sich bringen. Einen halben Tag lang stand dann die Erfahrung einer neuen Stadt auf dem Programm, Baunach wurde mit einer Geocaching-Tour erobert, Interviews geführt und stadtrelevante Aufgaben bewältigt. Im Anschluss konnten die Jugendlichen selber Vorschläge einbringen, wie sie Brachflächen in der Stadt für sich sinnvoll umgestalten würden.

Nach der Entdeckung von Architektur-Visionären wie Hundertwasser oder Gaudí konnten die Teilnehmenden selber ein Mosaik erstellen und auf der Demonstration in der Bamberger Innenstadt wurde der graue Maxplatz in eine grüne Oase verwandelt, junge Ringelblumensetzlinge und Wildblumensamen an erwachsene Passanten verteilt, während Kinder sich darüber freuen konnten, als Fledermäuse und Schmetterlinge geschminkt mehr Artenvielfalt in die Stadt zu tragen. Der Camp-Song "Gekommen, um zu bleiben" wurde lautstark intoniert und auch der Umzug mit Sambabegleitung, Stelzenläufern und Akrobaten durch die Bamberger Innenstadt zog die Aufmerksamkeit vieler auf sich. Christian Schwarzer, Bundesbeauftragter der NAJU für Energie und Klima und 22-jähriger Weltenbummler auf UN-Konferenzen schaffte es mit seinem Vortrag, die Jugendlichen zu fesseln und ihnen die Angst vor politischem Mitspracherecht zu nehmen.

Abgerundet wurde die Woche von warmen Temperaturen, viel Sonnenschein und gemeinsamem Singen und Spielen am abendlichen Lagerfeuer. Die Teilnehmer waren begeistert und kommen sicher wieder und die ehrenamtlichen Teamer haben viel gelernt und viel geleistet.

Ein besonderes Dankeschön gilt der Hofpfisterei, die das Brot für das komplette Camp bereitstellte sowie Brigitte Pfister und Martin Wölker, 1. Vorsitzender der KG Bamberg, die mit Rat und Tat zur Seite standen und bei den Vorbereitungen geholfen haben.

Freiräume?

Campsong!