Allerlei 2012

Allerlei statt Einheitsbrei

Da läuft einem ja das Wasser im Mund zusammen! Wo nicht gegessen wird, wird gekocht und wo nicht gekocht wird, wird über Essen geredet. Auf dem ganzen Zeltplatz riecht es nach frisch gekochter Marmelade, selbstgebrautem Bier und Essen aus aller Welt. Eine kunterbunte Woche lang ging es letzten Sommer rund ums Thema Ernährung - natürlich wie immer mit fantastischen Leuten und jeder Menge Spaß!

Bei 35°C und Windstille starteten wir in die Woche - klar, dass man einander bei der Wasserschlacht umso besser kennenlernen konnte! Zusammen ging es vor und nach einem interessanten Vortrag über den "Bio-Siegel-Irrgarten" in den Badesee nebenan und schon abends beim gemeinsamen Singen und Lachen am Lagerfeuer wirkte unsere Gruppe - wohlgemerkt ein bunter Haufen aus 80 Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus ganz Bayern - fast wie eine große Familie.

Sommer, Sonne & Schlammschlacht
Am nächsten Morgen startete dann das Programm: Alle rüsteten sich für eine riesige Geocaching-Tour (das ist eine Art moderne Schnitzeljagd mit GPS-Gerät) und begaben sich in kleinen Gruppen auf ihre Abenteuerreise durch Ingolstadt und Umgebung - wobei immer wieder kleine Aufgaben gelöst werden wollten, bevor es weiter ging. Kleine Workshops, Baden und ein leckeres Abendessen rundeten den sonnigen Sommertag ab.
Das nächste Abendessen wurde dann endlich selbst gekocht. Nach Inputs über Genfood und Massentierhaltung zauberten wir in Gruppen die verschiedensten leckeren regionalen Gerichte, von vegan über vegetarisch bis hin zu Bayrischem Wurstsalat, die dann alle bei einem bunten Buffet präsentiert wurden - und das ganz OHNE Gentechnik!

Vom Teller in die Tonne...
Als wir dann den Film "Taste the Waste" sahen, wurde uns Einiges bewusst: vollkommen genießbare Lebensmittel werden tonnenweise weggeworfen, und im Grunde genommen sind wir selber daran schuld! Wer kauft ein Netz Orangen mit einer schimmeligen Frucht, auch wenn die anderen noch absolut genießbar wären? Und wer kauft die Milch, die nur noch fünf Tage haltbar ist, wenn es auch eine gibt, die erst in zehn Tagen abläuft? Doch wir müssen uns nicht so verhalten; jeder kann etwas tun.

...und morgen strahlt die Sonne
So gab es am Mittwoch nicht nur eine zweite Geocaching-Tour und ein "Blind Dinner", sondern auch die Demovorbereitung war in vollem Gange: Sambagruppe, Demo-Lied, Banner, Give-Aways... Schließlich wollten wir am Donnerstag möglichst viele Ingolstädter zu einem bewussteren Umgang mit Lebensmitteln motivieren - singend, tanzend und jonglierend stürmten wir die Innenstadt und erregten mit Kinderschminken, Stelzenlaufen und natürlich auch einigen schockierenden Fakten einiges Aufsehen! In Gesprächen mit Passanten und Zeitungsinterviews erklärten wir, warum wir gegen Lebensmittelverschwendung demonstrieren.

Sushi und Chocolate Chocolate Cake Pops

Nachdem wir unsere eigene Schokolade hergestellt und uns dann über Essgewohnheiten in der ganzen Welt unterhalten hatten, begannen wir, unser "Weltbuffet" für den (tatsächlich schon wieder letzten) Abend herzurichten. Von typisch asiatischen Gerichten über brasilianischen Fischeintopf bis hin zu pappsüßem doppelt-schokoladigem amerikanischen Nachtisch genossen wir landestypisches Essen aus allen Erdteilen.

Ein bunter Abschied

Schnell Tische und Bänke umgestellt und schon war es Zeit für unseren bunten Abend - nach Fotos, Videos, Spielen und Geschichten ging es ab auf die Tanzfläche, wo bis spät in die Nacht unermüdlich getanzt wurde, am Lagerfeuer wurde geredet und gesungen, Freundschaften vertieft und Adressen ausgetauscht. Denn am nächsten Morgen - natürlich nach einem ausgiebigen Frühstück - war es tatsächlich schon wieder vorbei. Jedes Jahr wieder schlägt uns die Zeit ein Schnippchen und eh man sich versieht, ist eine wunderbare, idyllische Woche vorbei.

Die Anmeldung zum diesjährigen Camp findest du im Veranstaltungsprogramm! Also - nichts wie los!

Sophie Schuhmacher