Abgefahr'n 2013

Abgefahr'n und hin und weg: Eine Woche voller Abenteuer

Das ganze Jahr fiebern wir darauf hin, dann ist es endlich so weit: Umarmungen und Freudenschreie werden ausgetauscht. Für viele ist es das einzige Mal im Jahr, dass sie ihre Campfreundschaften treffen, da diese über ganz Bayern verteilt sind. Wir, das sind etwa fünfzig Jugendliche im Alter von 13 bis 19 Jahren, die sich zum einwöchigen NAJU-Camp in Ingolstadt treffen. Das Zeltlager direkt am Baggersee ist der Höhepunkt des NAJU-Jahres! Ein ganzes Jahr arbeitet ein ehrenamtlicher Arbeitskreis aus Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Unterstützung des Jugendbüros, damit die "anspruchsvolle" Jugend zufrieden ist!
An dieser Stelle noch mal ein herzliches Dankeschön, macht weiter so :)

Gute Rezepte
Warum geben wir für eine Woche unsere Betten auf und ziehen mit Schlafsack und Isomatte ins Zelt? Zunächst nehme man ein spannendes Thema wie "Mobilität", lade interessante Referenten ein, denke sich aufregende Workshops aus und vermische alles gut. Anschließend mit Lagerfeuer, Gesang und Wasserschlachten abschmecken sowie eine ordentliche Portion Freundschaft hinzufügen und le voilà - es kann losgehen.
Binnen Stunden bildet sich auf dem Zeltplatz eine Gemeinschaft aus neuen und alten Freunden mit super Zusammenhalt. Spätestens beim vorzüglichen und rein biologischen Abendessen des ersten Tages hat jeder Teilnehmer und Betreuer interessante Gesprächspartner gefunden. Ob als spontanes Blind-Dinner (Essen mit verbundenen Augen) oder nach dem Kochen eines gemeinsamen Buffets mit Spezialitäten aus aller Welt: das NAJU-Essen ist einfach spitze!

Vorträge und Workshops zum Thema Mobilität
Aber auch die Vorträge und Workshops möchte niemand missen: Bei Vorträgen von Audi über neue Treibstoffentwicklungen oder zum Hochgeschwindigkeitsverkehr auf der Schiene wird kritisch hinterfragt: Geschicklichkeit und Erfindergeist ist beim Bau von Wassergefährten, Vulkanen und Seilbahnen gefragt und bei einer nächtlichen Soft-Survival-Tour braucht es starke Nerven - die ganze Woche sind wir mit Begeisterung dabei.
Dem Thema Mobilität wird man also gerecht: Nicht nur beim Wasserrennen, sondern auch bei Geländespielen wie Mr. X und der Tatsache, das sich niemand in den Flieger setzen musste, um anzureisen. Reisen verbindet man sowieso mit Mobilität- wer hätte gedacht, dass durch einen Bauchtanz-Workshop so viel orientalisches Flair im Camp weht?

Aktionstag
Am Donnerstag werden Information und Spaß nach außen getragen: Zu einem "Erlebnistag am Baggersee" wird eingeladen und Kindern und Familien finden zum Zeltplatz, lassen sich über die NAJU informieren und genießen mit uns das herrliche Wetter.
Der Aktionstag, der dieses Jahr die Demo ersetzt hat, war auch für die Teilnehmer eine Gaudi. Ob nun beim Herstellen von himmlischem Popcorn, beim Basteln und Taschenbemalen mit Kindern oder beim (Kinder-)Schminken - es sah so aus, als hätte man sich hauptsächlich gegenseitig geschminkt: Es ist einer der schönsten Tage des Camps.

Konzert und Abschied nehmen

Freitags macht sich dann bereits eine gewisse Melancholie bemerkbar: Verloren gegangene Handtücher und Taschenlampen werden gesucht, die ersten Dinge gepackt, Adressen ausgetauscht. Am Abend vergessen wir die bevorstehende Heimreise erst einmal wieder. Von einem rockigen Live-Konzert der Münchner Band "Line Walking Elephant" bis zu einem gemütlichen Ausklang am Lagerfeuer passt alles.
Der Abschied am nächsten Morgen fällt einem nicht leicht. Viele von uns kommen seit Jahren, haben enge Freunde bei der NAJU, die sie sonst aufgrund der Entfernung nur selten sehen, und die Zeltlagerluft hat alle in ihren Bann gezogen - doch viele werden nächstes Jahr wieder kommen. Und nach dem Camp ist vor dem Camp: Bald wird sich der AK Camp wieder in die Arbeit stürzen...

Danke an alle, die uns diese wundervolle Zeit ermöglichen und mitgestalten!

Sophie Schuhmacher und Vanessa Schuschnig