Tourismus im Nationalpark

Viele von euch waren bestimmt schon einmal in einem Nationalpark, oder? Doch was ist das Besondere dort und was kann man da erleben? Aber auch: Bringt der Tourismus Nachteile mit sich und wenn ja, welche? Diese Fragen wollen wir euch im Folgenden beantworten.

Das Besondere
Dass es in Nationalparken etwas Besonderes geben muss, wird schon dadurch deutlich, dass es sie überhaupt gibt. Wenn es dort nichts ganz Tolles geben würde, würde man ja keinen Nationalpark gründen. Doch was ist denn so außergewöhnlich? Es ist die Natur und die Vielfalt an Tieren und Pflanzen in Lebensräumen, die fast nur noch in diesem Gebiet vorkommen. Damit uns diese Lebewesen noch lange erhalten bleiben, werden sie geschützt. Denn ihr habt sicher auch schon davon gehört, dass für ein funktionierendes Ökosystem alle Tiere und Pflanzen gleichermaßen wichtig sind. Aber so ein Schutzgebiet dürft ihr euch nicht als langweiligen Wald vorstellen, um den ein Zaun rum ist. Nein, in so einem Nationalpark kann man auch ...

... ganz viel erleben!
Da gibt es Erlebnispfade - zum Teil auch hoch über dem Boden, in den Baumkronen, sogennante Baumwipfelpfade - oder spezielle Wanderungen, zum Beispiel an der Nordsee im Watt. Dabei kann man dann die verschiedensten und faszinierendsten Tiere entdecken. Wer will, kann auch einen Tag oder sogar eine ganze Woche im Nationalpark verbringen. Dann kann man ganz viel zu unterschiedlichen Themen erfahren und sich auch noch zum Junior-Ranger ausbilden lassen. Außerdem ist man ganz viel in der Natur und kann sich an vielen ruhigen Ecken toll ausruhen und entspannen. Und wenn man wieder zu Hause ist, hat man ganz viel zu erzählen.

Aber ...
... auch wenn sich das alles so toll anhört, ist es nicht so ganz einfach mit dem Tourismus im Nationalpark. Auf der einen Seite soll sich die Natur dort ganz frei entwickeln können. Man will "die Natur Natur sein lassen". Auf der anderen Seite will man keinem den Zugang zur Natur verbieten. Aber jeder Besucher stellt auch eine gewisse Belastung für die Natur dar. Als Lösung für diesen Konflikt gibt man für Besucher nur bestimmte Gebiete im Park frei. Dadurch können sie die Natur erleben und dennoch wird diese nicht grenzenlos vom Menschen gestört bzw. in ihrer Entwicklung behindert. Zudem müssen bestimmte Regeln eingehalten werden, so sind zum Beispiel Musikhören oder Rauchen verboten.

Wer also noch nicht in einem Nationalpark war: Traut euch ruhig und ihr werdet überrascht sein, was es dort alles so zu entdecken gibt. Solange ihr euch an die Regeln haltet, müsst ihr auch keine Bedenken haben. Viel Spaß in der Natur!

Verena Frauenknecht

Quellen:
Biologische Vielfalt und Klimawandel als Herausforderung für Tourismusdestinationen; Lupp, G. (et al.); 2013
Nationalparks in Deutschland - Analyse und Prognose; Schumacher, H. und Job, H.; 2013