Selbermachen!

„Extra Platz für Skater? Nee, das gibt’s hier nicht. Und die zwei Skateparks sind auch nicht das, was man von einer Großstadt erwarten könnte.“ Bosse ist 16 und Skater. Weil es in seiner Stadt keinen vernünftigen Skatepark gibt, haben zwei seiner Kumpel ein verlassenes Fabrikgelände „umgebaut“. Auf einer schon bestehenden Betonfläche ist so in mehr als zwei Jahren ein Eldorado für Skater entstanden... und dieses entwickelt sich immer noch weiter.

Genau das, was wir wollen!
Die Vorteile eines selbst gebauten Skateparks liegen auf der Hand – und unter dem Skateboard. Die Elemente hat nicht irgendwer aufgestellt, sondern die Szene selber. Und die weiß am besten, was sie wirklich braucht. Die vorgefertigten Parks haben oft nur eingeschränkte Möglichkeiten. Wenn es hier an einem Element fehlt, stellt man es selbst auf. Dieses „Mehr“ an Freiheit und das damit verbundene Gefühl – darauf stehen die Skater hier.

Nichts im Weg?
Klar, nicht immer findet man ein leer stehendes Fabrikgelände in Verbindung mit einem begeisterten Besitzer. Der Skatepark von Bosse und seinen Mitstreitern wird jedoch geduldet. Und so haben sich die Skater einen Teil „Stadt“ selbst gemacht. „Eine Möglichkeit findet sich immer“, sagt Bosse und startet zum nächsten Trick auf der Pipe der Marke Eigenbau. 

Markus Ries

PS: Bosse gibt es wirklich – wo der selbstgebaute Skatepark liegt, kann und soll an dieser Stelle jedoch nicht verraten werden. „Der Platz soll unter uns Skatern bleiben, sonst sitzen hier irgendwann lauter Leute, die gar nicht skaten“, sagt Bosse und fügt hinzu: „Skater werden aber eingeweiht!“